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Auftaktveranstaltung »film.land.sachsen« – Filmabend am 19. Juli in Hoyerswerda

Um die sächsische Filmkultur und die besonderen Festivalfilme auch jenseits der Metropolräume in Sachsen bekannt zu machen, wurde ein Tourneeprogramm entwickelt.

Am Freitag, den 19. Juli läuft die erste Veranstaltung des Projekts, das vom Filmverband Sachsen organisiert und in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit unseren Kooperationspartnern geplant wurde. Mit dabei sind:

Filmfest Dresden
– Neiße Filmfestival
DOK Leipzig
Internationales Filmfestival SCHLINGEL
Kurzsuechtig
AG Kurzfilm - Bundesverband Deutscher Kurzfilm
AG Animationsfilm
Cinémathèque Leipzig e.V.
Deutsches Institut für Animationsfilm - DIAF

Diese stellen aus ihrem Repertoire das Programmangebot für die Film-Tournee zur Verfügung.

Pressegespräch | Mit Anmeldung

Termin: 19. 7. 2019, 20 Uhr
Ort: Kulturfabrik Hoyerswerda, Braugasse 1, 02977 Hoyerswerda

Anwesend sein werden:

  • Uwe Gaul, Staatssekretär im Ministerin für Wissenschaft und Kunst
  • Joachim Günther, Vorstandsvorsitzender des Filmverband Sachsen e.V.
  • Annemarie Renker, Projektleiterin „film.land.sachsen“
  • Stefan Skora, Oberbürgermeister von Hoyerswerda

Wir bitten um eine kurze Anmeldung Ihrer Teilnahme bis zum 18.07.19 an: a.renker@filmverband-sachsen.de oder telefonisch unter: 0351 8422858-6.


Filmvorführung | EINTRITT FREI!

Termin: 19. 7. 2019, 21.15 Uhr
Ort: Fließhof, 02977 Hoyerswerda
(erreichbar über Senftenberg Straße und Kirchstraße – C6QV+G2 Hoyerswerda)
 ► Google Maps

Bei schlechtem Wetter ziehen wir in die Kulturfabrik Hoyerswerda um.


  • DIE SIEBEN RECHTE DES ZUSCHAUERS
    von Marion Rasche & Peter Mißbach, DDR, 2 Min.

    "Polemische Betrachtung zum Anspruch, den die "Ware Film" erfüllen sollte. Dem Zuschauer werden sieben Rechte beim Kinobesuch eingeräumt, darunter auch das Gähnen, Schlafen und vorzeitige Verlassen des Kinos. Allerdings hat die Wahrnehmung der Rechte keine Wirkung - gleich ob es Zustimmung oder Mißfallen ist, für den Filmschöpfer geht es trotzdem weiter." [Quelle]

 

  • TOTE TIERE
    von David Oesch & Remo Rickenbacher, Deutschland/Schweiz, 12 Min.

    "Nachdem sein geliebter Kater gestorben ist, muss sich Robert plötzlich der Aussenwelt stellen. Unsicher, ob die Tierkörpersammelstelle für ihn der richtige Ort ist, begegnet er dort einer Taxidermistin, die ihm versichert, sie könne den Kater seiner wahren postmortalen Bestimmung zuführen." [Quelle]

 

  • KOPFÜBER
    von Daniel Thomaser, Deutschland, 11 Min.

    "Im Sommer 2011 sprang Daniel kopfüber ins Wasser. Der Sprung krempelte sein Leben für immer um. Seither ist er querschnittsgelähmt. Über einen Ansturm aus realen und animierten Bildern erzählt der Filmemacher von seinem Leben mit dieser Extremerfahrung. Denn Daniel mag sich zwar den Hals gebrochen haben, sein Lebenswille aber ist unzerbrechlich. Und der Rollstuhl, in dem er sitzt, mag zwar wie ein übermächtiges Persönlichkeitssignal erscheinen, indes transportiert er kaum etwas von dem, was Daniel wirklich ausmacht." [Quelle]

 

  • HANS IM PECH
    von Rena Dumont, Tschechien/Deutschland, 30 Min.
    Beitrag vom Neiße Filmfestival

    Preisträger des Spezialpreises, gestiftet vom Filmverband Sachsen

    Der mürrische Arbeiter Hans Himmelreich reist in die ČSSR, um seine verstorbene Großmutter zu beerdigen. Trotz diverser Vorurteile findet er in der dortigen Provinz schließlich doch sein Glück.
      ► zum Trailer

>>> Kurze Pause und Q&A mit Rena Dumont <<<


  • SORGE 87
    von Thanh Nguyen Phuong, Deutschland, 11 Min.

    "Es rattert die Nähmaschine, es rattern die Erinnerungen. 1987 benötigt das sächsische Werdau Arbeitskräfte für die Textilindustrie. Wegen Vollbeschäftigung geht die Ausschreibung, wie damals in der DDR üblich, nach Vietnam. Es kommen viele – einige bleiben. In zarten Stoffdruckbildern wird hier von dieser wirtschaftlich gerade noch prosperierenden Zeit kurz vor der Wende erzählt. Ein vietnamesisches und ein deutsches Paar blicken heiter auf Anfangsschwierigkeiten und kulturelle Missverständnisse zurück." [Quelle]

 

  • EMMA UND DIE WUT
    von Elisa Mishto, Deutschland, 15 Min.

    "Die junge Emma wird zu einer Wut-Management-Therapie verurteilt, nachdem sie ihrem Ex-Freund mit einem Toaster die Nase gebrochen hat. In ihrer Therapiegruppe lernt sie den Callboy Frank kennen, der sie bittet, seine Zuhälterin zu werden. Doch schon ihr erster Arbeitstag bringt Emma, die auf Bewährung draußen ist, in eine brenzlige Lage, bei der sich nur eine Frage stellt: Wird sie in der Lage sein, ihre Wut zu kontrollieren?" [Quelle]

 

  • DIE PANNE
    von Klaus Georgie & Lutz Stützner, DDR, 4 Min.

    "Auf der Autobahn steht ein Mann mit Abschleppseil und hofft auf Hilfe. Kein Fahrer hält. Schließlich erbarmt sich der Chauffeur eines kleinen, klapprigen Gefährts. Das Seil wird verknotet. Nach dem ersten Wagen werden die in einem Loch verborgenen weiteren Fahrzeuge, schwarze Limousinen und Begleitstaffeln sichtbar. Das kleine Auto muß einen ganzen Staatskordon abschleppen." [Quelle]

 

  • ZEBRA
    von Julia Ocker, Deutschland, 4 Min.

    "Eines Tages rennt das Zebra gegen einen Baum und lernt etwas dabei."

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!


Zum Projekt "film.land.sachsen"

Wie es wohl wäre, wenn selbst in den kleinsten Orten Sachsens Menschen (wieder) die Möglichkeit haben, ein vielfältiges Angebot an Filmen zu sehen oder gar Kinovorführungen selbst zu übernehmen? Wenn Filmkultur erleben keine Frage der Einwohnerzahl ist. Wenn filmbegeisterte Menschen Nachbarn mit ihrer Leidenschaft anstecken könnten, um gemeinsam ein unvergessenes Erlebnis für Ihren Ort zu schaffen. Wenn das üppige Filmangebot die Bewohner vom heimischen Sofa ins Vereinshaus, Kulturzentrum oder gar in die Scheune lockt? 

Da setzt „film.land.sachsen“ an, denn in der Region – insbesondere außerhalb Leipzigs, Dresdens und Chemnitz‘ – gab es für die Bewohnerinnen in den letzten Jahren einen spürbaren Wegfall von Angeboten im Bereich der Filmkultur. Vor allem die kleinen Gemeinden sind vom Kinosterben betroffen. Eine filmkulturelle Versorgung kann den Bewohnern Sachsens kaum mehr geboten werden. Mit dem Verlust des gemeinsamen Filmerlebens geht ihnen jedoch eine grundlegende Möglichkeit der kulturellen Teilnahme abhanden.

Um diesem kulturellen Notstand entgegenzuwirken, entwickelt der Filmverband Sachsen das Projekt „film.land.sachsen“. Unser Ziel ist es, verteilt im ganzen Bundesland, engagierte Mitmacher*innen zu finden, um gemeinsam das kulturelle Engagement zu vervielfachen. Das können zum einen filmaffine Einzelpersonen sein oder auch vorhandene kulturelle Akteur*innen, wie beispielsweise soziokulturelle Zentren, Jugendhäuser oder andere alternative Kulturräume. Wir wollen diejenigen zusammenbringen, die Lust haben, Filmkultur aufs Land zu bringen und sich vorstellen können, auch selbst als Filmvorführer zu agieren.
Aus dem Filmrepertoires der sächsischen Filmfestivals und -initiativen starten wir unser Projekt mit Filmtouren. Die Programmauswahl wird auf unserer Website www.filmlandsachsen.de ab dem 19. Juli 2019 zu finden sein.

Ob themenspezifische Filmveranstaltungen oder Workshops zur Filmherstellung in Kooperationen mit Medienwerkstätten und professionellen Filmemacher*innen aus der Region: Wir sind neugierig auch auf Ihre Ideen!
Unser Wirken und all die Ideen, die wir gerade sammeln, dienen zum Zweck, dass die Filmkultur außerhalb der drei sächsischen Metropolen wieder einen dauerhaften Platz in der Gesellschaft einnimmt und die Menschen vor Ort nachhaltig von unserem Projekt „film.land.sachsen“ profitieren können.

www.filmlandsachsen.de

www.facebook.com/filmlandsachsen

 



Sachsen Wappen

Der Filmverband Sachsen e.V. und all seine Projekte werden mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.