Pressemeldungen

Sechs filmreife Festivaltage zum Jubiläum: Programm für 20. Neiße Filmfestival ist online!

® Hannes Rönsch

Vom 23. bis 28. Mai geht das Neiße Filmfestival in seine 20. Auflage. Auch in diesem Jahr bietet das Filmfest im Dreiländereck an der Neiße ein volles Programm mit rund 100 Filmen in drei Wettbewerben und diversen Filmreihen sowie Filmgesprächen, Ausstellungen, Konzerten und mehr. Das komplette Programm ist ab sofort online zu entdecken.

Eröffnet wird das 20. Neiße Filmfestival am 23. Mai im Gerhart-Hauptmann-Theater in Zittau mit dem Eröffnungsfilm „Franky Five Star“ von Birgit Möller, einer surrealen Tragikomödie über die Suche nach sich selbst. Im Anschluss stimmt DJ Ludmila Pogodina im Theaterfoyer musikalisch auf die kommenden Festivaltage ein.

 

Trinationale Wettbewerbe für Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme
 

Im Hauptwettbewerb des Festivals um den besten Spielfilm treten wie gewohnt jeweils drei Produktionen aus Deutschland, Polen bzw. Tschechien an. Alle Filme erzählen Geschichten, die unser Zusammenleben in vielen Facetten beleuchten und handeln von Menschen, die sich ihrer Vergangenheit und Gegenwart stellen und Grenzen ausloten. Im Wettbewerb um den besten Dokumentarfilm konkurrieren neun Beiträge über Themen, die berühren und bewegen: Umweltschutz, besondere Lebensumstände, soziale Ungerechtigkeit, aber auch Kunst und Musik. Der Kurzfilm-Wettbewerb präsentiert in diesem Jahr insgesamt 34 kurze und kurzweilige Beiträge. Ob fiktional, dokumentarisch, animiert oder experimentell – das trinationale Programm besticht durch Vielfalt und Originalität.

 

Fokus „Post Soviet Union“
 

Die Fokus-Reihe der 20. Festivalausgabe beschäftigt sich unter dem Titel „Post Soviet Union“ mit dem gesellschaftlichen und politischen Nachlass der ehemaligen Sowjetunion. Die ausgewählten Filme spiegeln unterschiedlichste Aspekte des Lebens, ob politisch, wirtschaftlich oder sozial – von intellektuellen Auseinandersetzungen bis zu konkreten Bedingungen des Alltagslebens. Der geopolitische Radius des ehemals größten Flächenstaates der Welt bildet dabei die thematische Klammer für ein vielstimmiges, cineastisches Kaleidoskop von Erzählungen. Dazu ist im Kulturcafé Alte Bäckerei und im Kunstbauerkino in Großhennersdorf die Ausstellung „Postsowjetische Lebenswelten“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zu sehen.

Neben den Wettbewerben stehen in der Reihe „Regionalia“ aktuelle Beiträge von regionalen Filmschaffenden auf dem Programm, die sich dem Leben in der Lausitz, an der Grenze oder dem sorbischen Film widmen. Die drei Länderreihen „Polski Blues“, „České panorama“ und „Deutsches Fenster“ spiegeln das aktuelle Filmschaffen in Polen, Tschechien und Deutschland wider. Außerdem sind im Centrum Panorama im tschechischen Varnsdorf, auf der größten Kinoleinwand Europas, wieder Filmklassiker im 70mm-Format zu sehen. Und für kleine Kinofans zeigt eine eigene Reihe zwei Kinderfilme.

 

Die feierliche Preisverleihung findet am 27. Mai im Kühlhaus in Görlitz statt. Prämiert werden hier neben den besten Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen sowie den Publikumslieblingen auch die beste darstellerische Leistung, das beste Drehbuch und das beste Szenenbild. Außerdem wird der Spezialpreis des Festivals an einen Film vergeben, der sich dem Verständnis der kulturellen und ethnischen Unterschiede verschiedener Länder oder den vorhandenen Gemeinsamkeiten widmet.

Sahnehäubchen auf der Geburtstagstorte des Festivaljubiläums ist das Konzert der russischen Band Pussy Riot, die am 27. Mai im Anschluss an die Preisverleihung Open Air am Görlitzer Kühlhaus zu erleben ist. Das feministische Künstlerinnen-Kollektiv zählt mittlerweile zu den bekanntesten kreativen Ensembles in Russland – und zu den kritischsten. Die außergewöhnliche Performance der Gruppe ist laut und stets verbunden mit einem politisch-musikalisch-brachialen Kunstereignis, denn ihre Bekenntnisse, Forderungen und Überzeugungen sollen gehört werden.

Weitere Höhepunkte im Rahmenprogramm sind die Improshow „Imjoy & DJ M^OD“ am 24. Mai im Kino Varšava in Liberec, das Puppentheater „Filmautomat“ am 25. Mai im Stadttheater Varnsdorf, die Konzerte der irischen Singer/Songwriterin Aoife Wolf und von Laura Guidi & Band am 26. Mai im Café Hotspot Görlitz bzw. in der Kulturfabrik Meda Mittelherwigsdorf oder eine Stadtführung zu den Filmdrehorten in Görlitz am 27. Mai.

 

Bildmaterial zum Neiße Filmfestival gibt es hier via Dropbox:
https://www.dropbox.com/sh/2pbeipwp67fimhy/AAClFhYy59dRjODXjnIoz2OEa?dl=0

 

Gelebtes Europa in der Dreiländerregion an der Neiße

Seit 2004 präsentiert das Neiße Filmfestival jährlich im Mai in der Dreiländerregion zwischen Deutschland, Polen und Tschechien aktuelle Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme. Was mit der Idee begann, Filme in drei Ländern zu zeigen, hat sich zu einer kulturellen Brücke für Filmfans aus den drei Nachbarländern entwickelt und ist inzwischen wichtiger Treffpunkt für nationale und internationale Filmschaffende und Vertreter*innen der Filmwirtschaft. Besonders und einzigartig am Neiße Filmfestival ist sein genreübergreifender und trinationaler Charakter mit Filmvorführungen an rund zwanzig Spielorten entlang der Neiße. Das länderübergreifende Programm bietet neben drei Wettbewerben und verschiedenen Filmreihen, die den Blick auf Bezüge und Beziehungen zwischen den Völkern Osteuropas und auf die jeweilige filmische Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart eröffnen, auch Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Partys.

Schirmherren des 20. Neiße Filmfestivals sind Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Martin Půta, Hauptmann der Region Liberec, und Rafał Gronicz, Bürgermeister von Zgorzelec.

Das 20. Neiße Filmfestival wird gefördert durch und mit Mitteln von: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien, Landkreis Görlitz - Wokrjes Zhorjelc, Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, Mitteldeutsche Medienförderung, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und Liberecký kraj. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.